Brot backen leicht gemacht

Falls das Backen von Brot bisher ein rotes Tuch für euch war, weil es zeitaufwändig und kompliziert ist, lasst euch eines besseren überzeugen. Denn hier kommt mein Rezept für Dinkel Vollkornbrot, das wirklich jeder hinbekommt und das ganz ohne lange Gehzeiten einzuhalten.

Ihr braucht:
500g Dinkel Vollkornmehl
1 Würfel frische Hefe (42g)
50-100g Nüsse, Kerne, Saaten und Samen, je nach Belieben
6g Salz
2 TL Tessin Mix
2 EL Fruchtessig
500ml Wasser

Und so einfach geht’s:
Im Prinzip müsst ihr alle Zutaten einfach nur zusammen in eine Schüssel geben und zwar von trocken zu flüssig – also in der Reihenfolge, in der die Zutaten aufgelistet sind. Nachdem ihr die Hefe in das Dinkelmehl gebröselt habt, könnt ihr eine nahezu beliebige Menge eurer liebsten Nüsse und Kerne in die Schüssel geben. Ich variiere meist und backe mein Brot mal mit Haselnüssen und Leinsamen, mal mit Walnüssen, Sesam und Chiasamen. Eurer Phantasie und eurem Geschmack sind keine Grenzen gesetzt. Der Laromi Tessin Mix ist mein Lieblings-Brotgewürz, es gibt ihm den letzten Pfiff. Haltet euch bei den flüssigen Zutaten (Essig und Wasser) am besten ans Rezept, denn der Essig macht das Brot locker und das Wasser sorgt dafür, dass es weder staubtrocken noch zu klebrig ist. Gerade wenn ihr zu viel Essig erwischt kann es sein, dass das fertige Brot am Ende wie ein Schweizer Käse gelöchert ist, was das Beschmieren erheblich beschwert.

Wenn ihr den Teig jetzt mit den Knethaken eures Küchengeräts verrührt, wird euch auffallen, dass der Teig für einen Brotteig recht flüssig ist. Aber keine Angst, das soll so sein. Rührt am besten 4-5 Minuten ordentlich durch.

DSC_0009Stellt euch nun eine Kastenform bereit, die ihr mit Backpapier auslegt. Mit dem Backpapier spart ihr euch nach dem Backen lästiges Herausfummeln aus der Form und ihr könnt das Brot bequem herausheben – dazu später mehr. Den fertigen Teig giesst ihr jetzt in die mit Backpapier ausgelegte Form und schiebt das Ganze für ca. 1,5h in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. Das Brot ist fertig, wenn es oben schön dunkelbraun ist, ihr könnt aber natürlich zusätzlich den Holzstäbchen-Test machen. Stecht mit einem Holzstäbchen in das Brot, bleibt Teig beim Herausziehen hängen, ist es noch nicht ganz fertig und kann noch für ein paar Minuten zurück in den Ofen.

Habt ihr das Brot aus dem Ofen genommen, hebt es am besten gleich mit dem Backpapier aus der Form. Kühlt das Brot in der Form ab, bildet sich am Formboden Kondenswasser, das den Boden des Brotes aufweicht. Ich gehe sogar so weit und lege das Brot zum Abkühlen auf ein Backofenrost damit es schön belüftet wird ;).

Hört sich eigentlich ganz easy an, oder? Gerne könnt ihr uns eure Erfahrungen berichten, denn auch bei mir ging es einige Male schief und ich habe lang am perfekten Rezept gefeilt bevor ich es euch jetzt und hier präsentiere.

Tipp zum Mehl: Da ich Weissmehl mittlerweile komplett aus meiner Küche verbannt habe und meist zwei Brote pro Woche backe, verbrauche ich Dinkel Vollkornmehl in rauen Mengen. Dieses ist aber leider nicht in jedem Supermarkt zu kriegen und wenn, dann ist es relativ teuer. Ich spaziere deshalb einmal im Monat zur nahegelegenen Mühle, in der man auch als privater Käufer säckeweise Mehl kaufen kann. Mein 5-Kilo-Sack reicht etwa vier bis fünf Wochen und ist wesentlich günstiger als im Supermarkt. Vielleicht gibt es ja auch in eurer Nähe eine Mühle!

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