Lektion #4: kleine Teekunde

Die Zubereitung und das Trinken von Tee gehört zur Kultur vieler Länder. Teegenuss in Zahlen: Von Tokio bis Kapstadt werden jährlich mehr als 700 Milliarden Tassen Tee zubereitet. Je nach Kultur läuft das in unterschiedlichster Weise begleitet von den verschiedensten Zeremonien ab.

Seit mehr als 5000 Jahren ist Tee neben Wasser das beliebteste Getränk weltweit. Einige weitere interessante Fakten könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen und vielleicht erleichtert euch dieser auch die Zubereitung unserer zahlreichen leckeren Tees.

Basiswissen Tee:

Was jetzt folgt, ist Wissen zum Angeben.
teeblatt
Wusstet ihr, dass…
… die Teepflanze ohne Beschneiden je nach Art bis zu 20 Meter hoch wachsen kann? Da aber nur die jungen Blätter und Knospen zu Tee verarbeitet werden, wird der Strauch regelmässig auf einen Meter gestutzt, dem sogenannten „Pflücktisch“.
… Tee erst ab 700 Metern über dem Meeresspiegel angebaut wird? In den hohen Lagen über 2000m werden die edelsten Sorten geerntet
… eine Teepflanze im Zwei-Wochen-Intervall geerntet wird? Da immer nur die ersten drei bis fünf Blätter und die Knospe gepflückt werden und diese alle 10 bis 14 Tage nachwachsen, werden die Pflanzen in festgelegten Intervallen geerntet.
… für die Herstellung von Grünem und Schwarzem Tee ein und dasselbe Blatt verwendet wird? Das Blatt wird gepflückt und gewelkt, soweit sind die Arbeitsschritte für beide gleich. Schwarzer Tee wird nach dem Welken allerdings fermentiert und wird dadurch bräunlich bis schwarz. Grüner Tee bleibt lediglich gedämpft oder geröstet und behält daher seine grüne Farbe.
… Tee im Beutel nicht mindere Qualität bedeutet sondern eigentlich sogar noch intensiver im Geschmack ist als offener Tee? Das Teebeuteltee stammt oft sogar aus der gleichen Pflückung und wird nur zerkleinert. Dadurch bietet er dem Wasser mehr Angriffsfläche und kann Aromen schneller entfalten.

1. Die richtige Aufbewahrung:

Nicht nur bei Gewürzen sondern auch bei Tee ist die richtige Lagerung sehr wichtig, denn auch Tee sollte stets trocken und vor Wärme geschützt gelagert werden. Ausserdem ist es gerade bei schwarzem Tee sehr wichtig, ihn von Fremdgerüchen wie Gewürzen fern zu halten, da er intensive Aromen besonders gut annimmt und damit sein eigenes Aroma verliert. Unsere Teedosen sind luftdicht verschliessbar, so dass jeder Tee sein spezielles Aroma und den fein nuancierten Geschmack für lange Zeit behält.

2. Die Zubereitung:

Bevor ihr einen Tee aufgiesst, solltet ihr auch die Tasse bzw. die Kanne kurz mit kochendem Wasser ausspülen. Bei der Temperatur des Teewassers kommt es darauf an, welches Teeblatt ihr aufgiessen wollt. Während Kräuter- und Schwarztees sprudelnd kochendes Wasser vertragen, solltet ihr bei Grünem Tee darauf achten, dass das Wasser auf etwa 80-85°C abgekühlt ist. Wer kein Thermometer zur Hand hat, lässt das Wasser einfach ca. drei Minuten nach dem Kochen abkühlen – frisch abgekochtes Wasser würde den Tee regelrecht verbrennen. Aromen können sich in qualitativ gutem Wasser besonders gut entfalten, deshalb ist ein geringer Härtegrad mit wenig Chloranteil optimal für eine gute Tasse Tee.

3. Die optimale Ziehzeit:

Die Ziehzeit ist der Knackpunkt und die wohl wichtigste Variable der Zubereitungs-Gleichung eines feinen Tees. Sorten wie Grüner und Schwarzer Tee werden leicht bitter, wenn die richtige Ziehzeit nicht exakt eingehalten und überschritten wird.
Schwarztee wirkt bis drei Minuten Ziehzeit anregend und bei mehr als fünf Minuten wird er so bitter, dass er für die Geschmacksnerven der meisten Menschen nicht mehr geniessbar ist.
Grüner und Weißer Tee sollte, wie oben erwähnt, vor dem Aufgiessen erst einige Minuten abkühlen, damit sich die blumigen, zarten Noten des Tees voll entfalten können. Die Ziehzeit liegt anschliessend zwischen drei und vier Minuten, denn auch Grüntee wird bei längerer Ziehzeit bitter.
Bei Kräutertee darf man mit der Dosierung ruhig etwas grosszügiger sein und einen Beutel (bei losem Tee ca. zwei Teelöffel) auf eine Tasse und auf eine Kanne mit einem Liter Fassungsvermögen ruhig drei bis vier Teebeutel (oder sechs Teelöffel bei losem Tee) verwenden. Dieser Tee darf auch bis zu zehn Minuten ziehen ohne Gefahr zu laufen, dass er bitter wird.
Früchtetee-Fans haben am wenigsten zu beachten: Tee mit kochendem Wasser aufbrühen und sechs bis acht Minuten ziehen lassen – fertig.

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