Smoothies vielseitig geniessen

Vor einigen Jahren hat sich der Begriff „Smoothie“ aus dem Englischen zu uns geschlichen, obwohl es im Prinzip nichts anderes als „Frucht- bzw. Gemüsesaft“ aussagt.

Da aber „Saft“ nicht ganz der Konsistenz entspricht und die beteiligten Früchte bzw. Gemüse durch das Mixen nicht entsaftet werden, kommt ein etwas zähflüssiger Brei heraus. Und da sich „Hey, ich hab mir gestern wieder etwas von dem leckeren zähflüssigen Brei aus Bananen und Birnen gemacht“ nicht sehr appetitlich anhört, sind wir doch alle recht froh, dass sich „Smoothie“ als Bezeichnung für kleingemixtes Obst und Gemüse etabliert hat. Nun aber genug zur Historie der Namensgebung, schliesslich wollt ihr ja erfahren wie ihr leckere Säfte selbst zubereiten könnt und was sich noch mit ihnen machen lässt wenn sie nicht gerade getrunken werden. Eines ist jedoch bei sämtlichen Zubereitungsformen unerlässlich: ein geeigneter Mixer. Für kleine Portionen reicht sicher ein kleinerer Mixer mit 600ml Fassungsvermögen und niedriger Leistung von ca. 250 Watt. Beachtet allerdings, dass die Zutaten dann entsprechend klein geschnitten werden müssen. Wenn ihr etwas mehr Geld ausgeben möchtet, was sich bei häufiger Nutzung und grossen Mengen lohnt, gönnt euch einen Mixer mit mehr Fassungsvermögen und höherer Wattzahl (z.B. 1400 Watt).

1. klassischer Smoothie

Rezepte für Smoothies gibt es wie Sand am Meer und jeden Tag entstehen neue, leckere Kreationen. In der Zusammenstellung eures Smoothies seid ihr somit recht frei und könnt in den Mixer schmeissen, was euch schmeckt. In den Smoothie kann grundsätzlich alles was schmeckt, es sei denn es muss vorher gekocht werden, wie Wurzel- oder Knollengemüse (z.B. Brokkoli, Kartoffeln, Blumenkohl). Probiert beispielsweise auch einmal grüne Lebensmittel wie Salat, Spinat, Gurke, Kräuter und Sprossen, Blätter von Karotten, Radieschen und Co. Auch ein Teelöffel Kokos- oder Leinöl, ein Stück Ingwer und Trockenfrüchte können mit in den Mixer. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! In den meisten Rezepten werdet ihr Bananen finden, die für die Chremigkeit des Saftes sorgen. Solltet ihr keine Bananen mögen oder vertragen, könnt ihr diese aber natürlich auch einfach weg lassen. Je nach Zubereitungsart ist die Wassermenge variabel. Wollt ihr den Smoothie eher als Saft trinken, ist das Verhältnis Wasser zu Frucht etwa 1:1, wobei ihr je nach Belieben natürlich auch hinterher oder gar währenddessen noch mit Wasser verdünnen könnt. Ein Smoothie zum Löffeln erzielt ihr durch weniger oder gar kein Wasser. Probiert einfach etwas herum bis ihr euer passendes Verhältnis gefunden habt.

2. Eis

Früchte und Gemüse einfach klein zu machen und in Förmchen zu geben ist wohl die beste und einfachste Möglichkeit, Eis selbst herzustellen. Mein persönlicher Liebling ist ja Bananeneis, da es herrlich einfach und schnell zuzubereiten ist. Für mein Eis nehme ich nicht etwa frische Bananen, sondern lasse sie erst einige Tage liegen bis sie schon braune Stellen haben. Denn je brauner die Bananenschale, desto süsser ist die Frucht im Innern und natürlich auch das Eis. Wenn die Banane braun genug ist, schneide ich sie in Stücke (je nachdem wie leistungsstark euer Mixer ist, müsst ihr die Grösse der Stücke wählen), gebe sie in einen Gefrierbeutel und lege sie ins Gefrierfach. Dort bleibt sie dann, bis ist mal wieder Lust auf Bananeneis hab, befreie sie aus dem Beutel, gebe sie in den Mixer und schütte etwas Milch darüber. Auch die Menge der Milch ist frei wählbar und je nach gewünschter Konsistenz – abgemessen habe ich das noch nie. Fertig ist das Bananeneis ohne alles! Klingt gar nicht so schwer, oder? Das könnt ihr natürlich mit jeder anderen Frucht und auch mit Gemüse machen, achtet jedoch darauf, dass immer auch eine cremige Zutat dabei ist, denn einfach gefrorene Erdbeeren schmecken beispielsweise sehr wässrig und benötigen zusätzlich einen „festen“ Partner.

Auch euer Eis kann grün werden, indem ihr Spinat, etwas Gurke, Avocado, Apfel, Banane und Birne mixt und Agavendicksaft oder Honig hinzufügt. Allerdings müsst ihr hier andersherum agieren und erst alles mixen und anschliessend einfrieren 😉

3. Smoothie Bowl

Momentan DAS Trendfrühstück: Eine Müslischüssel voll mit leckeren, gemixten Früchten und Gemüse. Was die Bowl grundsätzlich von einem Smoothie unterscheidet, sind die Toppings und das kann wirklich alles sein, was schmeckt: Haferflocken, Chiasamen, Leinsamen, gepuffter Amaranth, Kakao-Nibs und vieles mehr. Noch leckerer und auch etwas fürs Auge sind frische Früchte, mit denen ihr euren Smoothie zum Löffeln hinterher noch garnieren könnt. Wem der Geschmack der Früchte noch nicht genug ist oder das gewisse Etwas in der Schüssel vermiss, kann die Smoothie Bowl nach Herzenslust mit anderen Flüssigkeiten zubereiten, die da wären: Milch, Kokoswasser/-milch, Fruchtsäfte, (griechischer) Joghurt, Buttermilch und vieles mehr. Diese Schüssel voller Vitamine, Ballaststoffe guter Fette und ist nicht nur gesund, sondern macht lange satt und sorgt für einen gelungenen Start in den Tag!

Share this post